Man sieht einen zunehmend vor Verlegenheit unruhig werdenden Macron, während sein afrikanischer Gastgeber, der Präsident von Ghana, eine Rede über den Nutzen von Entwicklungshilfe hält.
Was der ghanaische Präsident ausführt, deckt sich mit dem, was Dambisa Moyo sagte: "In den vergangenen 50 Jahren sind über zwei Billionen Dollar an Hilfen
von den reichen an die armen Länder geflossen. Aber dieses Modell hat
nirgendwo auf der Welt wirtschaftlichen Aufschwung gebracht. Dabei
wissen wir, wie es geht. Wir haben gesehen, welche Konzepte die Armut in
China, Indien, Südafrika und Botsuana vermindert haben. Diese Länder
haben auf den Markt als Motor für Wirtschaftswachstum gesetzt. (...) Der
Handel mit China ist vielversprechender als Fair Trade mit Europa.
(...) Im Westen sehen viele die Chinesen als Kolonialisten, die Afrika
ausbeuten. Das ist nur Neid. Der auf Mitleid und Almosen basierte Ansatz
der westlichen Entwicklungshilfe ist gescheitert. Das chinesische
Modell hat in Afrika innerhalb von fünf bis zehn Jahren mehr
Arbeitsplätze und Infrastruktur geschaffen als der Westen in 60 Jahren."
Also
sprach die afrikanische Autorin, promovierte Ökonomin, Harvard- und
Oxford-Studentin, Weltbank- und Goldman Sachs-Mitarbeiterin Dambisa Moyo
2009 im FAZ-Interview (hier).
Montag, 11. Dezember 2017
Unterm Strich
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