Montag, 25. Mai 2026

Verteidigung der wissenschaftlichen Methode

Die Methode der wissenschaftlichen Falsifikation ist bald tot, wenn es so weitergeht. Sie wurde von Thales eingeführt, aber 200 Jahre nach dessen Tod starb sie. Erst 2000 Jahre später wurde sie von Galilei wieder eingeführt. Und jetzt riskiert sie erneut, unterzugehen.

Leif-Erik Holm

 

Lenny Fischer

 

Ich stimme Lenny Fischer zu 100% zu. Das kommt wahrlich nicht häufig vor. 

Freitag, 22. Mai 2026

Landgrebes Analyse

 Seit über vier Jahren tobt in Osteuropa ein Krieg, der schon deutlich mehr als eine Millionen Menschenleben gekostet hat. Russland hat vor über vier Jahren völkerrechtswidrig angegriffen. Doch unabhängig davon handelt sich hierbei eindeutig um einen Krieg mit den Opponenten Russland auf der einen und nicht nur der Ukraine, sondern auch den meisten EU-Staaten und den USA auf der anderen Seite. Es geht bei diesem Krieg um geostrategischen Einfluss und den Zugriff auf Rohstoffe, vor allem aber um die Neuregelung der Machtverhältnisse auf dem europäischen Kontinent nach dem Ende der kurzen unipolar US-dominierten Weltordnung, die wir zwischen 1989 und 2008 erlebt haben. Warum findet dieser Krieg kein Ende, worum wird so hart und unerbittlich gekämpft, wie soll das nur weitergehen? Zunächst einmal sind beide Seiten nicht bereit, Kompromisse zu machen, weil die Opponenten noch glauben, siegen zu können oder zumindest eine Niederlage hinauszögern wollen. Russland will Territorien annektieren, wahrscheinlich auch Charkow, Dnjepropetrowsk und sicherlich Odessa, damit die künftige Ukraine keinen Meereszugang mehr hat. Außerdem will man die prowestliche Regierung beseitigen und die Restukraine dauerhaft demilitarisieren. Russland will sie auch aus der Nato oder ihrer künftigen, vielleicht rein europäischen Nachfolgeorganisation heraushalten. Die Ukraine und die EU wollen all dies verhindern, doch eine Rückeroberung der bereits verlorenen Gebiete plant man wohl nicht mehr. Zudem will man im Westen Russland schwächen und destabilisieren.


Beide Seiten haben Stärken und Schwächen, die ein rasches Ende des Krieges durch eine totale Niederlage der anderen Seite verhindern. Die Ukraine hat immer noch gerade genug Soldaten zum Halten der sehr langsam nach Westen hin bröckelnden Front, auch wenn bereits Hunderttausende getötet wurden. Die Ukraine bekommt aus dem Westen auch die wichtigsten Defensivwaffen: Artillerie, Munition, Drohnen, Raketen sowie Logistik, Aufklärung der Feindesbewegungen und Angriffskoordinaten für Attacken auf zivile Infrastruktur und Industrieanlagen in Russland. Russlands Hauptproblem scheint die innenpolitische Unmöglichkeit zu sein, einen raschen Eroberungskrieg zu führen, bei dem im erbarmungslosen Drohnenkrieg weitere Hunderttausende Soldaten stürben. Daher setzt man weiterhin auf die bisher betriebene Strategie der schleichenden Abnutzung, mit deren Hilfe man bisher glaubte, die Kriegsziele mittelfristig erreichen zu können. Doch diese Strategie wird nun durch eine westliche Eskalation konterkariert, nämlich durch Angriffe auf zivile und industrielle Infrastruktur wie Raffinerien und andere Ziele in Moskau wie am vergangenen Wochenende. Russland kann sie wegen der Größe seines Territoriums, der Verteilung der Ziele und der Mengen der eingesetzten Waffen nicht vollständig abwehren. Diese Angriffe können weiterhin gesteigert werden, beispielsweise durch die Kombination von Drohnen mit Raketen.


Bald wird der Westen ebenfalls über Überschallraketen verfügen, wie Russland, China und Iran sie schon haben. Diese sind nicht abwehrbar. In den ersten Kriegsjahren wären solche Angriffe tief im russischen Territorium noch undenkbar gewesen. Doch nun sind sie möglich geworden, weil Russland keine Abschreckungsmacht gezeigt hat – es hat diese Art von Angriffen seit dem Angriff auf Kursk im Jahre 2024 immer wieder über sich ergehen lassen, ohne entsprechend zu reagieren. Da diese Angriffe auf die Dauer große kumulative Schäden anrichten, kann Russland sie nicht mehr tolerieren. Auch aus innenpolitischer Sicht ist das nicht möglich. Aus der Perspektive seiner Strategen muss Russland seine Abschreckungsmacht nun wiederherstellen, wenn es durch den Krieg nicht in eine schwere ökonomische und innenpolitische Zwangslage gebracht werden will. Welche Möglichkeiten bestehen aus russischer Sicht? Die derzeit favorisierte Option sind Angriffe auf westliche Rüstungsunternehmen in Nato-Staaten, die Waffen für die Ukraine herstellen, aber auch Angriffe auf zivile Ziele, wie sie auch gegen Russland erfolgen. Dies ist die Forderung des radikalen Kreml-Beraters Sergei Alexandrowitsch Karaganow. Um die Abschreckungsmacht Russlands wiederherzustellen, schlägt er vor, den Westen mit konventionellen Raketen anzugreifen und sogar taktische Atomwaffen einzusetzen, falls Ersteres zu keinem Ende der Angriffe auf Russland führt.


Nun sind taktische Atomwaffen anders einzuschätzen als strategische, doch ist die Vorstellung einer solchen Eskalation grauenvoll. Und das soll sie auch sein. Diese Position vertritt Karaganow schon länger, doch während er anfangs kein Gehör fand, scheint er nun in Moskau immer mehr Anhänger seiner Abschreckungsdoktrin hinter sich zu scharen. Lohnt sich für den Westen die derzeit betriebene Eskalation? Ich glaube nicht. Denn sie hat das Potenzial, die Nato zu zerstören, und zwar dann, wenn Russland die karaganowschen Angriffe ausführt, es aber zu keinem Nato-Beistand der USA für die betroffenen Nato-Länder kommt. Außerdem ist die Vorstellung eines eskalierenden Luftkriegs zwischen EU-Europa und Russland mit vielen zivilen Opfern grauenhaft. Dies ist nicht im Interesse der beteiligten Völker. Was wir nun brauchen, ist ein Rückkehr zu Verhandlungen, bei der die Sicherheitsinteressen Russlands ernst genommen werden und man sich der neuen multipolaren Realität stellt, um die kontinentalen Machtverhältnisse neu zu ordnen. Nur dadurch können die jahrhundertealten Handelsbeziehungen zu Russland, die für unseren Wohlstand und Frieden essenziell sind, wiederhergestellt werden. Die Alternative ist ein Zermürbungskrieg, den wir im Zweifel auf bitterste Weise verlieren, aber sicherlich nicht gewinnen werden.   Landgrebe

Donnerstag, 21. Mai 2026

Man kriegt es nicht raus aus den Deutschen

Die Borniertheit meiner nächsten Verwandten in diesem Punkt war mir seit 1972 unerträglich. Was wir jetzt erleben, ist nur die Zuspitzung einer Haltung, die latent immer vorhanden und ihre Wirkung unausgeprochen entfaltete und - da es nur zwei bzw. drei TV-Sender gab - auch nie thematisiert wurde. Denn ein solch überschaubares Senderspektrum ist leicht zu kontrollieren und zu zügeln. Durch Leute, die wissen, wie man es machen muss, um keine Reichweitenbschränkung zu erleiden, werden Medien wie YouTube und vor allem X tatsächlich zu Freiheitsmedien. Bisher jedenfalls. Ich war in dieser Hinsicht immer sehr pessimistisch. Aber inzwischen bin ich wirklich positiv überrascht, wie sich die Dinge (dank Trump, Vance und Rubio!) entwickeln. Vielleicht wird am Ende Ronald Reagan doch recht behalten. Ich wünsche es mir jedenfalls.

Ich habe es ab 1993 kommen sehen

 

Ben Berndt und Max Mannhart stimmen optimistisch

 So gut wie die beiden sind, waren die deutschen Medien, seit ich sie erlebe, noch nie. Großes Lob gilt natürlich auch den alten Hasen Roland Tichy, Peter Hahne und Burkhard Müller-Ullrich.

Aber das wirklich Erfreuliche ist, dass unter den jungen Männern sich noch diese wundervollen, mutigen, intelligenten, erfolgreichen Männer befinden, die sogar innovativ sind und endlich genau den Journalismus aus dem Nichts erschaffen, nach dem ich mich seit 1970 sehne.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof gibt Apollo recht

 

The Point of No Return

 

Privatperson Günther

 

Mittwoch, 20. Mai 2026

Die Sturheit der CDU wird zu linksextremem Terrorismus führen

Es ist inzwischen zu spät, um es noch zu verhindern. Merkel hätte sich rechtzeitig mit der AfD verbünden müssen, statt sich bei den Medien anzubiedern. Merz hätte sich noch auf die Seite der AfD schlagen können, wenn er intelligent genug und robust genug wäre. Ist er aber nicht. Um die wütende, vor Hass rasende Reaktion der Antifa zu verhindern, wäre es für Merz ohnehin zu spät gewesen.

Baltische Staaten


 Kestutis Budrys

Sendungsbewusstsein

 

Dienstag, 19. Mai 2026

Andere Zeiten, andere Sitten

 



Dass man es bei Merz weiß, macht es nicht besser


 

 

Von dieser Frau auch noch aus dem Off einen Tritt versetzt zu bekommen, ist die ultimative Demütigung. Und nach all dem Schaden, den sie erst in die Wege geleitet hat, ist es auch ein Tritt ins Gesicht aller Deutschen.


 

Es bleibt uns nichts anderes übrig

 


Samstag, 16. Mai 2026

EU-Totalitarismus nach Norbert Häring

 

Karlheinz Weißmann

Er hat große Verdienste, besonders auch was seine Bücher für junge Leser betrifft. Aber in seinem "Deutsche Geschichte für junge Leser", das eigentlich sehr gelungen ist, schreibt er en passent auch haarsträubenden Unsinn, nämlich, man habe die Erde für eine Scheibe gehalten, bevor Kolumbus Amerika entdeckte. Wer solch grobe Fehler macht, verliert viel Glaubwürdigkeit. Denn dass ich das so in der Schule lernte, ist schlimm genug, aber dass selbst ein Historiker so etwas Unsinniges schreibt, ist tragisch.

Ich selbst hatte in den 80er Jahren eine tiefe Identitätskrise, als ich bemerkte, dass Dante um 1300 eine kugelförmige Erde beschrieb und sich sogar vorstellte, wie sich beim Überschreiten des Erdmittelpunkts die Richtung der Gravitationskraft änderte. Denn Schule und Literatur hatten mich darin bestärkt zu glauben, dass man im Mittelalter die Erde für eine Scheibe hielt. Was soll man Historikern glauben, die solchen Unsinn verbreiten?!

Der mutigste Historiker Deutschlands ist gewiss nicht Weißmann, sondern Stefan Scheilder sich mühsam, aber erfolgreich gegen den Vorwurf der Verfassungsfeindlichkeit zur Wehr setzte.

Preußen grundsätzlich verleumden, aber - wenn es einem in den Kram passt - dann plötzlich aus dem Hut zaubern

 Deutschland ist in die Hand von Grünschnäbeln wie Mirko Drotschmann und Justus Bender geraten, die mit dem Gestus des überheblichen Klassensprechers die Deutschen belehren wollen, die Französische Revolution habe uns die Demokratie geschenkt (in Wahrheit war es die Amerikanische Revolution, die der König Frankreichs finanziert hatte, um die Briten zu schwächen) und dass man Hitler hätte verbieten können. Diese Einfaltspinsel sind nur zu schematischem Wunschdenken fähig, aber in der Position, in die sie gehieft wurden, können sie nur größenwahnsinnig werden.

Die Kehrseite von Ann-Katrin Kaufhold

 

Kaufhold glaubt nicht, dass im Parlament die Politik durchgesetzt werden kann, die diese schreckliche Kaderfunktionärin sich wünscht, und deshalb glaubt sie, Gerichte müssen mit ihren Urteilen das Parlament an die Kandare nehmen, damit Kaufholds Wunschpolitik durchgesetzt wird.

Umgekehrt müssen Leute wie Steinhöfel verhindern, dass Juristen wie Kaufhold (und willfährige Politiker) sich nicht mehr an Recht und Gesetz halten. Aber er kann nicht alles allein machen. Steinhöfel, Vosgerau und Höcker sind ein bisschen wenig, um Widerstand zu leisten. 

Mittwoch, 6. Mai 2026

Stegner nur im Rückzug spontan


 

Celan hallt nach

 


Todesfuge
Ich habe Verständnis für das sarkastische Fazit von Marco Gallina. Deutschland ist in vielerlei Hinsicht ein lebensfeindlicher Ort geworden, wo mit sentimentalem Lebensbejahungsexibitionismus in ewig gut gelaunten Talkshows diese Lebensfeindlichkeit überspielt wird. Ständig zwischen Selbsterniedrigung und Größenwahn hin- und hergerissen verlieren die Deutschen, getrieben von Sehnsucht nach Anerkennung für ihre totale Wiedergutwerdung immer mehr den Verstand. Die Geschichte mit dem Wal wird immer mehr zum Symbol der Lage. Kein Wal vor ihm hat je so sehr leiden müssen wie die Deutschen an Friedrich Merz.

Dienstag, 5. Mai 2026

Nein, keine Verbrüderung, nur eine optische Täuschung der Linken (und ihrer Beobachter)

 

Es fing schon mit der RAF an, bloß gaben Islamisten damals noch vor, Marxisten zu sein. Es setzte sich mit Chomeini fort, der sich nicht hinter Marx versteckte, aber trotzdem von der Linken sofort verklärt wurde, auch weil viele iranische Anhänger Chomeinis in Europa Kommunisten waren, und jetzt, wo der Islam gänzlich hemmungslos ist, haben die Linken immer noch nicht begriffen, dass sie nur "nützliche Idioten" sind und irgendwann über die Klinge eines Krummschwerts springen werden.