Samstag, 16. Mai 2026

Karlheinz Weißmann

Er hat große Verdienste, besonders auch was seine Bücher für junge Leser betrifft. Aber in seinem "Deutsche Geschichte für junge Leser", das eigentlich sehr gelungen ist, schreibt er en passent auch haarsträubenden Unsinn, nämlich, man habe die Erde für eine Scheibe gehalten, bevor Kolumbus Amerika entdeckte. Wer solch grobe Fehler macht, verliert viel Glaubwürdigkeit. Denn dass ich das so in der Schule lernte, ist schlimm genug, aber dass selbst ein Historiker so etwas Unsinniges schreibt, ist tragisch.

Ich selbst hatte in den 80er Jahren eine tiefe Identitätskrise, als ich bemerkte, dass Dante um 1300 eine kugelförmige Erde beschrieb und sich sogar vorstellte, wie sich beim Überschreiten des Erdmittelpunkts die Richtung der Gravitationskraft änderte. Denn Schule und Literatur hatten mich darin bestärkt zu glauben, dass man im Mittelalter die Erde für eine Scheibe hielt. Was soll man Historikern glauben, die solchen Unsinn verbreiten?!

Der mutigste Historiker Deutschlands ist gewiss nicht Weißmann, sondern Stefan Scheilder sich mühsam, aber erfolgreich gegen den Vorwurf der Verfassungsfeindlichkeit zur Wehr setzte.

Preußen grundsätzlich verleumden, aber - wenn es einem in den Kram passt - dann plötzlich aus dem Hut zaubern

 Deutschland ist in die Hand von Grünschnäbeln wie Mirko Drotschmann und Justus Bender geraten, die mit dem Gestus des überheblichen Klassensprechers die Deutschen belehren wollen, die Französische Revolution habe uns die Demokratie geschenkt (in Wahrheit war es die Amerikanische Revolution, die der König Frankreichs finanziert hatte, um die Briten zu schwächen) und dass man Hitler hätte verbieten können. Diese Einfaltspinsel sind nur zu schematischem Wunschdenken fähig, aber in der Position, in die sie gehieft wurden, können sie nur größenwahnsinnig werden.

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