„Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender
Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken
damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel über mir und die Königsberger Klopse in mir.“ Immanuel Kant
Es heißt Publico und ist seit gestern online.
In fünf
überschaubaren Rubriken – Politik & Gesellschaft, Medien &
Kritik, Spreu & Weizen, Hausbesuch, Fake News – offeriert der Autor
seine Texte. Einer, der Aufmacher sozusagen, widmet sich der Berliner
innerstädtischen Verwahrlosung, die noch weit zügiger voranschreitet als
der Bau des Flughafens Schönefeld, und endet in der reizenden
Conclusio: "Es ist faszinierend zu sehen, wie Angela Merkel und ihre
Bediensteten über einen Marshallplan für Afrika nachdenken – unter
anderem – während die zuständigen staatlichen Stellen nicht einmal
kleinste Areale sicherheitstechnisch in den Griff bekommen, die selbst
unter Umständen des Berliner Baustellenumfahrungsverkehrs nur 30
Autominuten vom Kanzlerinnenschreibtisch entfernt liegen."
Das erste Publico-Interview
führte Wendt mit dem Berliner Historiker Jörg Friedrich, der unter
anderem ein opulentes Buch über den Koreakrieg geschrieben hat und
angesichts der drohenden Fortsetzung desselben – also nicht des Buches,
sondern des Krieges – auf die Frage: "Nehmen wir einmal an, Sie wären
Sonder-Sicherheitsberater von Präsident Trump in der Korea-Frage. Was
würden Sie ihm raten?" antwortet: "Raten? Ich würde darauf hinwirken,
dass er verhaftet wird. Immerhin hat er Nordkorea vor der
UN-Vollversammlung mit der völligen Vernichtung gedroht. Das heißt, er
würde im Ernstfall 25 Millionen Menschen pulverisieren."
Höre ich als Trumpianer nicht gern, muss aber mal gesagt werden. MK am 7. 11. 2017
Vernunft kommt von vernehmen! Und in der Tat, mehr noch als zu Kant und Clausewitz empfinde ich eine tiefe seelische Verwandtschaft zu einem von Kants Freunden, dem beim preussischen Zoll als Übersetzer tätigen Johann Georg Hamann.
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